Der Hafren Forest ist nach dem Severn Fluss, der auf Walisisch Afon Hafren heisst, benannt. Der Fluss entspringt etwa 1,5 km westlich der Waldgrenze, hoch in den Ausläufern des Pumlumon, dem höchsten Berg in Mittel-Wales. Wo sich einst nur Schafe und eine Handvoll verlassener Bleiminen befanden erstrecken sich heute um die 40 Quadratkilometer kommerziellen Hochlandforstbetriebs, der 1937 mit dem Pflanzen von Kiefern und Fichten begann.
Obwohl es sich hierbei nach wie vor um eine kommerzielle Unternehmung zur Gewinnung von Holz für Zeitungspapier, Pressspan, Paletten, Umzäunungen und dem Bauwesen handelt, erlaubt der vierzig- bis fünfzigjährige Fällzyklus der Forstverwaltung Hafren als einen natürlichen Lebensraum für Wildtiere und ein ruhiges und erholsames Umfeld für Besucher zu betreiben. Landschaftsgestaltungspläne sorgen für aktives Wachstum in frisch gefällten und bepflanzten Bereichen, während spezielle, offene und teilweise mit Laubbäumen bepflanzte Uferzonen am Severn und seinen Nebenläufen dazu beitragen, die Gesundheit der Gewässer zu bewahren und sie zu einem ausgezeichneten Habitat für artenreiche Flora und Fauna zu machen.
An den Flussufern gedeihen Moose und Gräser. Blutwurz, Veilchen und Moorlilien zeigen während der Sommermonate ihre Blüten. Der Wald ist ein Zufluchtsort für Vögel. Bussarde, Habichte und der seltene Rotmilan können oft im Flug gesehen werden. Merlinfalken und Sperber bewohnen die Waldränder während die blaue Gestalt des Eichelhähers oft tiefer zwischen den Bäumen erspäht werden kann. Die Samen der Pinien- und der aromatischen Fichtenzapfen ziehen Schwärme von Kreuzschnäbeln an, die beim Fressen hoch oben in den Baumwipfeln beobachtet werden können. Die jungen Bäume der gefällten und neubepflanzten Bereiche des Waldes bieten einen idealen Lebensraum für den Ziegenmelker. In den zahlreichen Wasserläufen findet sich eine Fülle von Wasseramseln, Fröschen, Kröten und anderen Amphibien während der Severn und seine Nebenläufe fast jede einheimische Süßwasserfischart beheimaten und Laichgründe des Wanderlachses sind.
Um Besuchern unvergessliche Erfahrungen zu bieten hat die Forstverwaltung eine Reihe von Pfaden entlang des Severn und durch die hochragenden Kiefern und Fichten geschaffen. Für Personen mit Mobilitätsproblemen wurde der Cascades Weg in Zusammenarbeit mit dem regionalen Behindertenverband entworfen. Der Weg verfügt über einen leicht zugänglichen Bohlengang zu den Kaskaden des Severn, die dem Wanderweg seinen Namen verleihen. Ein weiterer Wasserfall bildet den Höhepunkt des Blaen Hafren Wegs, einem ca. 5 km langem Wanderweg durch das Herz des Waldes. Der erste echte Wasserfall am Severn, kurioserweise „der Severn bricht sich das Genick“ (Severn Breaks its Neck) genannt, ist der Höhepunkt des gleichnamigen Wanderweges. Die längste und bei weitem anspruchsvollste Wanderung ist die zur Quelle des Severn. Nach Besteigung durch den Wald zu den Ausläufern des Pumlumon bietet dieser etwa 11,5 km lange Rundweg spektakuläre Aussichten und mit die wildromantischste Szenerie in Mittelwales. Alle vier Wege sind kreisförmig mit Mittelpunkt um den Picknickbereich und die Toiletten in Rhyd-y-benwch, nur ca. 11,5 km von Llanidloes entfernt. Die zahlreichen Forstwege und –strassen sind außerdem hervorragend für Radfahrer geeignet.
Walking on the Wye Valley Route in the Hafren Forest